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Jahresbericht 2025: Beratungsbedarf in Ostbelgien bleibt hoch

Die Verbraucherschutzzentrale (VSZ) hat ihren Jahresbericht 2025 vorgestellt. Trotz einer leichten Stabilisierung nach den Krisenjahren bleibt der Beratungsbedarf in Ostbelgien hoch: Insgesamt 5.198 Menschen nahmen im vergangenen Jahr die Unterstützung der VSZ in Anspruch. Besonders die Themen Mietrecht, Energie und Überschuldung prägten weiterhin die tägliche Arbeit der Beratungsstelle. Finanziell bleibt die VSZ stabil.

Inhaltsverzeichnis

Die Generalversammlung der VSZ hat gestern die Bilanz 2025 gutgeheißen. Die Einnahmen beliefen sich auf rund 784.000 €, bei einem nahezu ausgeglichenen Jahresergebnis von 3.518 €. Trotz der stabilen finanziellen Lage sieht die VSZ weiterhin große Herausforderungen für viele Haushalte in Ostbelgien: „Auch wenn sich die Situation in einigen Bereichen beruhigt hat, stehen viele Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin unter Druck“, erklärt VSZ-Geschäftsführer Bernd Lorch. „Steigende Wohnkosten, komplexe Verwaltungsverfahren und Unsicherheiten im Energiesektor sorgen dafür, dass der Bedarf an unabhängiger Beratung ungebrochen bleibt.“

Allein die Verbraucher-, Mietrechts- und Energieberatung zählte 3.788 Ratsuchende. Auffällig ist dabei die Rückkehr zum persönlichen Beratungsgespräch: 40 Prozent der Kontakte fanden wieder direkt vor Ort statt. Gleichzeitig beobachtet die VSZ, dass die Anliegen komplexer werden und Beratungen häufiger intensivere Begleitung erfordern.

Im Bereich Mietrecht wurden erneut mehr als 2.100 Menschen beraten. Kündigungen, Indexierungen und Fragen rund um Mietverträge gehörten zu den häufigsten Themen. Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt bleibt damit eine der größten Herausforderungen für viele Haushalte.

Auch im Energiesektor blieb die Nachfrage hoch. Besonders problematisch waren Beschwerden im Zusammenhang mit dem sogenannten MIG-6-Protokoll, das bei Wohnungswechseln immer wieder zu unklaren Abrechnungen und zusätzlichen Kosten für Verbraucher führt.

Die Schuldnerberatung zeigt ebenfalls, dass finanzielle Belastungen weiterhin ein zentrales gesellschaftliches Thema sind. Krankheit, niedrige Einkünfte und steigende Lebenshaltungskosten zählen zu den häufigsten Ursachen von Überschuldung. Gleichzeitig setzte die VSZ verstärkt auf Prävention: Im Rahmen der neu aufgebauten Schuldenprävention wurden 26 Aktivitäten mit insgesamt 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmern organisiert.

Darüber hinaus entwickelte die VSZ ihr Angebot weiter und führte die „Administrative Unterstützung“ ein. Dieses neue Angebot hilft Menschen unter anderem beim Ausfüllen von Formularen, bei digitalen Verwaltungswegen und bei allgemeinen administrativen Fragen.

Neben der klassischen Beratungsarbeit setzte die VSZ 2025 verstärkt auf Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung. Über 260 Beiträge, Verbrauchertipps und Medienprodukte wurden veröffentlicht. Zudem startete die Organisation ihre Präsenz auf Facebook und Instagram.

Der vollständige Jahresbericht 2025 steht hier >>> zur Verfügung (40 Seiten), eine Zusammenfassung (4 Seiten) ist hier >>> zum Download verfügbar.

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