Die Europäische Union hat Mitte Juni einen wichtigen Schritt hin zu einer Lockerung der Vorschriften für Pflanzen aus Neuer Gentechnik gemacht. Die Verbraucherschutzzentrale (VSZ) sieht diese Entwicklung kritisch.
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Für die VSZ steht vor allem eines im Mittelpunkt: Verbraucherinnen und Verbraucher müssen klar erkennen können, was sie kaufen.
„Wer Lebensmittel einkauft, soll selbst entscheiden können, ob er ein gentechnisch verändertes Produkt kaufen möchte oder nicht. Dafür braucht es eine eindeutige Kennzeichnung. Ohne diese Transparenz wird den Menschen eine bewusste Kaufentscheidung genommen“, erklärt die VSZ.
Nach den geplanten neuen Regeln sollen viele Lebensmittel aus Neuer Gentechnik künftig nicht mehr gekennzeichnet werden. In vielen Fällen wäre nur noch das Saatgut betroffen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher wäre dann nicht mehr erkennbar, ob ein Lebensmittel mithilfe Neuer Gentechnik hergestellt wurde.
Transparenz schafft Vertrauen
Die VSZ fordert deshalb, dass auch künftig alle Lebensmittel aus Neuer Gentechnik eindeutig gekennzeichnet werden. Nur so können Verbraucherinnen und Verbraucher frei entscheiden, welche Produkte sie kaufen und welche nicht.
Neben der Kennzeichnung müssen nach Ansicht der VSZ auch eine unabhängige Risikobewertung, eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und klare Haftungsregelungen erhalten bleiben. Dies ist nicht nur für den Verbraucherschutz wichtig, sondern auch für Landwirte und Betriebe, die gentechnikfrei oder biologisch produzieren.
Verbraucher müssen wählen können
Die VSZ appelliert an die politischen Entscheidungsträger, den Verbraucherschutz nicht zu schwächen. Innovationen dürfen nicht zulasten der Transparenz gehen.
Die VSZ fordert: Verbraucherinnen und Verbraucher haben das Recht zu wissen, was in ihren Lebensmitteln steckt. Nur mit einer klaren Kennzeichnung bleibt die freie Wahl beim Einkauf erhalten.


